Parodontitis: Zahnbestand sichern

Für gesunde Zähne ist auch gesundes Zahnfleisch äußerst wichtig.

Entzündungen am Zahnfleisch oder am Zahnhalteapparat - die so genannte Parodontitis -  können Ihr Gebiss bis hin zum Zahnverlust schädigen. Damit das nicht passiert, setzen wir rechtzeitig mit einer Therapie ein, um den Prozess zu stoppen und Ihre Zahngesundheit so dauerhaft zu bewahren.

 

Parodontitis-eine Volkskrankheit

 

Laut der deutschen Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2005 leiden 80% der Patienten über 35 unter einer mittleren bis schweren Form der Parodontitis. Verursacht wird diese Krankheit durch Bakterien, die sich an schwer erreichbaren Stellen festsetzen und so den Zahnhalteapparat schleichend zerstören. Die Erkrankung schreitet so lange fort, wie sich die Mikroorganismen am Zahnfleisch befinden. Wird die Parodontitis nicht rechtzeitig behandelt, führt sie früher oder später zur Zahnlockerung. Am Ende droht sogar der Zahnverlust.

 

Erste Hinweise auf die Parodontitis


Weil die Parodontitis sich langsam und meist schmerzfrei entwickelt, bleibt die Erkrankung oft lange Zeit unbemerkt. Erste Hinweise auf eine parodontale Erkrankung sind in der Regel:

  • leicht gerötetes, evtl. angeschwollenes Zahnfleisch
  • Zahnfleischbluten
  • Zurückgehen des Zahnfleisches
  • schlechter Atem

 

Krankes Zahnfleisch und die Folgen


Unbehandelt führt die Parodontitis zum Kieferknochenschwund und zum Zahnfleischrückgang. Die Folgen sind lockere Zähne und freiliegende Zahnhälse. Starker Mundgeruch ist eine Begleiterscheinung der Parodontitis. Im schlimmsten Fall gehen sogar kariesfreie und gesunde Zähne verloren.

Außerdem haben neueste medizinische Studien ergeben, dass Parodontitis einen enormen Einfluss auf die Gesundheit anderer lebenswichtiger Organe hat.

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die bakterielle Infektion des Zahnbettes eine Reihe von Erkrankungen fördert:

  • Diabetes
  • Rheumatide Arthritis
  • Erhöhung des Herzinfarkts- und Schlaganfallrisikos
  • Schwangerschaftskomplikationen

 

Therapie


Die Parodontitis-Therapie wird in mehreren Schritten durchgeführt.

Zuerst wird genau dokumentiert wie weit die Erkrankung an einzelnen Zähnen fortgeschritten ist. Gleichzeitig wird die individuelle Mundhygiene überprüft und bei Bedarf verbessert.

Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Zahnfleischbehandlung. Unter lokaler Betäubung erfolgt eine gründliche Säuberung der betroffenen Bereiche. Sämtliche Bakterien und Plaque werden aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Unterstützt wird die mechanische Reinigung durch lokale antibakterielle Medikamente. Da die Parodontitis-Behandlung in unserer Praxis minimal-invasiv erfolgt, treten Beschwerden nach der Therapie sehr selten auf.

Zum Schluss erfolgt eine Kontrolle der Behandlungsergebnisse. Die Keimmenge an den Zähnen wird überprüft. Ist die Zahnfleischentzündung noch nicht abgeklungen, kann es erforderlich sein, einzelne Zähne nochmal nachzubehandeln. Bei schweren Parodontopathien ist es unter Umständen notwendig weitere Behandlungsschritte einzuleiten.

 

Vorsorge ist besser als Nachsorge


Ein wichtiger Erfolgsfaktor bleibt Ihre Mitarbeit. Gründliche Mundhygiene zu Hause und regelmäßige Vorsorge beim Zahnarzt sind unentbehrliche Voraussetzungen für den erfolgreichen Therapieverlauf.

 

 

Quelle: Dr. Köthe, R. (2012). KZV BW Kassenzahnärztliche Vereinigung Baden-Württemberg. Gesundheitsinformationen für Patienten. www.zahn-forum.de 





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